Am Tag zuvor hatten wir auf ticketek.com.au nach möglichen Events und Konzerten für die nächste Woche gesucht und dabei Wallace & Gromit´s World of Inventions gefunden.
Auch wenn die Informationen etwas dürftig waren und die Website des Powerhouse Museum´s nicht erreichbar war, kauften wir direkt ein paar Tickets.
Wallace and Gromit
Der Eintritt kostet für einen Erwachsenen $17 und beinhaltet gleich den Eintritt in das gesamte Museum. Das Besondere an diesen Tickets (für ein Museumsticket) ist, dass man eine Uhrzeit auswählen muss an der man kommen darf. Somit wurde wohl der große Andrang am Anfang zurückgehalten, möglicherweise auch noch am Wochenende, als wir kamen war es jedoch fast leer J
Das Powerhouse Museum liegt im Stadteil Ultimo und ist etwa 15 min zu Fuß vom Hauptbahnhof entfernt, in 500 Harris Street.
TV-Fernbedienung
Die Ausstellung führt einen durch die Lebensgroßen Nachbauten der einzelnen Räume des Hauses von Wallace & Gromit. Dazu gibt es immer wieder Vitrinen mit den Räumen und Figuren in „Originalgröße“ und viele Erfindungen zum selber ausprobieren. Zum Beispiel gibt es die Fernbedienung, bei der sich der Fernseher dem Sofa nähert, nachdem man es geschafft hat schnell hintereinander 3 Bälle in ein Loch zu werfen. Danach lässt sich durch bewegen von Hebeln die sich am Sofa befinden, das Programm verändern.
Anti Piracy Plakat
Was zudem sehr auffällt ist, dass die Ausstellung zusammen mit dem IP Australia (Amt für Geistiges Eigentum) konzipiert wurde. So hängen im jedem Raum verschiedene Plakate und Bilder die darauf hinweisen, wie böse Piraterie ist und wie wichtig ist es ist alles zu schützen und zu patentieren. Auf die Spitze wird dies noch dadurch getrieben, dass ein Video gezeigt wird, in dem Kinder „ihre“ Meinung zur Piraterie Preis geben. Ein kleines Mädchen forderte zum Beispiel, ihnen sollte der Kopf abgehackt werden..
Insgesamt haben sie sich aber viel Mühe gegeben Spaß und Wissen zu verbinden. Ganz nach dem Motto „Kreativität fördern, Ideen umsetzen, Ideen schützen“. Es gibt Ausstellungsstücke von besonderen Erfindungen aus Australien und lustige Gegenbeispiele „Halfe Baked Ideas“ wie einen Hammer aus Glas oder ein Teekanne aus Schokolade ^^ In einem Raum wurden ein paar Macs und Kopfhörer aufgestellt mit denen man spielerisch selber Musik machen kann. Das hat wirklich Spaß gemacht! Um Melodie, Rhythmus oder Gesang aneinander zu reihen wählt man aus einer Reihe von Samples aus und reiht sie in Form von Gegenständen (Rhythmus sind Gebäude, Melodie Ufos etc.) an, variiert die Tonhöhe in dem man den Gegenstand im oberen oder unteren Bildschirmbereich platziert und hört sich das Ergebnis an.
Die Ausstellung ist wohl eher etwas für 8-12 Jährige und/oder Schulklassen die Spaß am Ausprobieren und mitmachen haben. Die Wallace&Grammit –Ausstellung läuft seit dem 15. Dezember 2012 und wird leider in 6 Tagen am 26.5. wieder schließen. Wenn man sich das nicht entgehen lassen möchte, sollte man sich beeilen 😉
Als wir am Ende der Ausstellung wieder am Eingang des Museums ankamen, teilte uns ein freundlicher Mitarbeiter mit, dass wir noch etwa eine Stunde Zeit hätten uns das restliche Museum anzusehen. Gesagt – getan. Direkt am Eingang befindet sich eine große alte Lokomotive mit 3 Passagierwagons, aus jeder Klasse einen – die 3. Klasse hatte keine Glascheiben mehr… Direkt daneben gab es wieder etwas zum Anfassen – alte funktionierende Arcade-Automaten 😀 Man kann so gegeneinander verschiedene Spiele spielen, nette Abwechslung!
Etwas weiter kommt man zu einer Ausstellung zu den Gewinnern der Ingenieur und Design Preise 2012. Das ist zum Beispiel ein neues Gerät um schnellere Bluttests für HIV, Malaria etc. zu erstellen oder ein neues Aufsteckmikrofon für DSLRs. Am Ende gibt es noch eine Pinnwand mit der Frage „Tell us what you think…“. Welches Ausstellungsstück hat einem am besten gefallen – oder was fehlt noch? Unter den Antworten gab es auch reichlich skurriles xD
Tell us what you think…skurrile Antwort
Da wir nun schon in der Stadt waren, wollten wir den Tag noch etwas ausklingen lassen und folgten einem Foursquare-Vorschlag zum Cafe „my sweet memory“ in 708 George Street – gleich neben dem World Square. Emfohlen wurde der Chai Tea Latte und der eisgekühlte Grüne Tee, bestellt haben wir einen heißen Chai (gibt es auch eisgekühlt), einen Iced Caramael Macchiato und dazu einen New York Cheescake und ein warmes Schokoladen Soufflé J Der warme Chai viel etwas klein aus, war aber sehr lecker, das New York Cheescake nichts mit dem deutschen Käsekuchen gemein hat muss ich mir irgendwie auch mal merken ^^ Das Soufflé mit geschmolzenen Schokoladenkern und der Iced Macchiato waren sehr gut!
Vorletzte Station beim Abarbeiten unseres Kombiticket ist des Besuch Manly SEA LIFE Sanctuary. Also sind wir zeitig aufgestanden, haben uns eine Tageskarte gekauft und sind mit der 12 Uhr Fähre nach Manly über geschifft.
Mit der Tageskarte (MyMulti DayPass) kann man Busse, Züge und Fähren benutzen, und da wir vor hatten noch einen Abstecher per Bus nach Bondi zu machen, haben sich die 22 AUD für die Karte gegenüber der 7 AUD für die einfache Fährstrecke gelohnt. Wieder eine Besonderheit, es gibt unterschiedliche Fährtickets abhängig von der Entfernung, bis 9km und ab 9km. Wir haben auf der Webseite nirgendwo eine Angabe gefunden wie lang die geplante Route ist – unpraktisch – am Automat vor Ort kann man jedoch genau die Station auswählen zu welcher man fahren möchten (falls man keine Tages- oder Langzeitfahrkarte hat).
Ist das Manly SEA LIFE Sanctuary empfehlenswert?
Jetzt wo wir auch im Sydney Aquarium waren können man gleich vorn wegnehmen, hätten wir kein Kombiticket gehabt, wären wir enttäuscht gewesen. Natürlich ist Fähre fahren, genau an Sydneys Oper vorbei und der erste echte Blick auf den weiten Ozean von der Fähre toll aber das Sydney Aquarium und das Sea Life ähneln sich sehr stark.
Das Sea Life Sanctuary (eine Art Tierasyl) gibt es schon einige Jahre, eine Schildkröte ist dort schon mind. 20 Jahre alt, wurde uns berichtet, der Einrichtung sieht man es aber nicht an. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die Möglichkeit des Shark Dive Xtreme (Haitauchen ohne Käfig). Das kann man nur in Manly erleben, ist jedoch nur nach vorheriger Buchung möglich.
Wie im Wild Life gibt es über den Tag verteilt auch Events und Talks um und über die einzelnen Tiere und ihren natürlichen Lebensraum. Am meisten beeindruckt war ich vom Glastunnel und den putzigen Little Punguins. Diese Rasse besonders kleiner Pinguine welche auch am schönen Strand von Manly heimisch sind und mit viel Glück in der Abenddämmerung zu beobachten sind.
Nach dem Besuch des Aquariums haben wir uns erst mal in einem kleinen Café direkt am Hafen bei einer heißen Schokolade aufgewärmt. Generell ist Manly ein sehr schönes Örtchen mit Kneipen, Strand und Palmen.
Bondi Beach, der schönste Strand Sydneys
Nach fast einem Monat in Sydney war es höchste Zeit eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten oder besser Ausflugsziele der Stadt zu besuchen, der legendäre Bondi Beach.
Von unserer WG ist Bondi nur mit Umsteigen zu erreichen und so war es eine gute Gelegenheit dafür die Tageskarte zu nutzen. Sowohl vom Circular Quay als auch von uns ist man eine gute Stunde per Bus unterwegs, für die Anreise wird man jedoch mit einer tollen Aussicht über die ganze Bucht belohnt.
Angekommen findet man genau das was man erwartet, feinen Sand, tolle Cafès und Bars, Surferboys und ein atemberaubender Blick aufs Meer. Leider war es schon spät und der Wind und die niedrigen Temperaturen sorgten auch nicht für unser Wohlempfinden, dafür wurden wir mit einem tollen Sonnenuntergang entschädigt – leider nicht im Meer da der Bondi Beach an der Ostküste Australiens liegt.
Online hatten wir schon einige TED Talks gesehen und sogar im Freien Kino Halle haben wir einmal ein paar gezeigt. Als wir auf dem Piratenstammtisch im Paragon Hotel waren, fiel mir die Werbung für TEDx Sydney auf. Normale Tickets sind zum einen natürlichen schwer zu bekommen, zum anderen tragen sie (inklusive Verpflegung) mit 220 AUD zu buche. Ein „Satellite Event“ also quasi Public Viewing im Restaurant, findet ohne Eintrittspreis statt.
Online fanden wir dann noch ein kostenloses Satellite Event direkt im Opera House. Organisiert wurde dieser von „The Loop„, ein soziales Business Netzwerk für Kreative. Bei einem TEDx Talk steht das „x“ dafür, dass es eigenständig organisiert wurde. Die eigentliche TED Konferenz findet einmal jährlich in Kalifornien statt, TEDx ist ein Konzept, das allen Menschen (Schulen, Geschäften, Gemeinschaften..) ermöglichen soll, Lizenzen für eigene unabhängige TED-artige Veranstaltungen zu bekommen. Quasi Franchise.
Nach der Anmeldung erhielten noch ein paar E-Mails mit Ort und Uhrzeit und eine Woche später machten wir uns (früh morgens ^^) schon auf zum Circular Quay. Nachdem wir das Studio gefunden hatten, wurden wir erst mal wieder weggeschickt, wir waren etwas zu früh gekommen und sollten später wieder gekommen. Die nutzten wir noch für ein paar Fotos und beobachten die ankommenden Besucher. Um 8:30 meldeten wir uns wieder am Eingang des Studios und wurden nach Nennung unseres Vornamens in einer Liste gesucht. Und obwohl nichts in der E-Mail gestanden hatte, wurde mir gesagt ich dürfte nur in die Nachmittagslesungen, Robert den ganzen Tag… Nachdem ich etwas verdutzt meinte, dass nichts in der E-Mail gestanden hatte und wir nur Minuten nacheinander gebucht hatten, gab Sie auch mir beide Aufkleber für AM und PM.
The Studio
Das Studio bestand aus einem kleinen Saal, der mit Sofas, Sesseln und ein paar Bartischen mit Stühlen am Rand ausgestattet war.
Darüber befand sich rund um einen Rang mit 1-2 Reihen Kinosesseln, in denen wir direkt gegenüber der großen Leinwand Plätze fanden. Links und rechts im Saal befanden sich noch ein paar Leinwände die während der Talks von Gavin Blake (FeverPicture) bebildert wurden. Ein paar Mitarbeiter von The Loop bedankten sich für das zahlreiche Erscheinen und auf der Leinwand und den 6 großen Samsung –TVs wurde der erste TEDx-Talk aus dem großen Saal neben an übertragen.
TEDx Talks
Michael West, der kulturelle Vertreter einer Gruppe von Aborigines in der Metropole Sydney eröffnete die Veranstaltung mit einer starken Rede über die Verschiedenheiten in einer Gesellschaft. „It’s as much about what we have in common as diversity…we are all the sum of what has come before us.“
FeverPicture
Nach einem kurzen Clip (von denen es den ganzen Tag über noch viele gab) kam Professor Ron McCallum auf die Bühne. Er ist der erste blinde Professor Australiens und Neuseelands und berichtete wie seine Familie ihm ständig Texte auf Band gesprochen haben, damit er Sie sich anhören konnte. Er erzählte von seiner Begeisterung, als ein Gerät entwickelt wurde, in das er Braille tippen konnte, das gespeichert und später von der Maschine vorgelesen wurde. Er berichtete auch von dem Urheberrechtsproblem, das es in einigen englischsprachigen Ländern bereits von vielen Büchern Hörbuchfassungen gebe diese aber wegen Urheberrechtsbestimmungen nicht das Land verlassen dürfen etc.
Zur Auflockerung gab es zum einen wieder einen kleinen Clip „What inspires us?“ in dem ein Paar Leute mit schönen bunten Farben ihre Inspirationen auf Glas malten. Zum anderen die erste Musikeinlage mit den Tawadros Brothers.
FeverPicture
Nachdem Alice Gorman ihren Talk über Ihre Arbeit als Weltraumarchäologin und ihrer Liebe zu Voyager2 (bringt aboriginal Musik ins All) erzählt hatte, kam Jennifer Robinson auf die Bühne. Sie ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin die für jemanden einsteht der „has taken on state and corporate interests with little more than an internet connection and powerful ideas“ – nein, es ist nicht Julian Assange gemeint (der aber einer ihrer Klienten ist), sondern Benny Wenda.
FeverPicture
Benny Wenda erzählte die bewegende Geschichte seines Lebens, er ist ein Stammeshäuptling und ist Sprecher für die Unabhängigkeit von West Papua von Indonesien. Seit er 2003 aus der Haft in West Papua geflohen ist, lebt er in London im Asyl und verbreitet mit seiner Organisation „Free West Papua“ die Menschenrechtsituation und tritt für die Unabhängigkeit ein.
Benny Wenda und Jennifer Robinson @ TEDx
Das Problem ist, das viele Staaten nichts gegen Indonesien als Handelspartner sagen möchten. Zu dem hat West Papua reiche Kupfervorkommen und die größte Goldmine der Welt. Seine Rede beendete er mit einer Bitte an alle Zuhörer: „West Papua’s story is now your story! Without your help, my people will never be free!“
Nach der Frühstückspause und wieder etwas Musik (verbunden mit einer interaktiven Klatschshow und Fibonacci Zahlen) von Greg Sheehan, gab Simon Jackman einen Talk „Talking numbers – election winning numbers! How can politics be a science“. Er ist ein Politikwissenschaftsprofessor, der sich viel mit Statistik auseinandersetzt. Es ging um Politik und „Data Revolution“ und wie diese die Politikwissenschaft verändert hatte und wie das wiederum die Realpolitik und wie Politik „gemacht wird“ beeinflusst.
FeverPicture
Danny Kennedy hielt ein Plädoyer für die Nutzung von mehr Sonnenenergie. Ich muss zugegeben für mich klang die Idee mehr so wie „No shit, Sherlock!“, wenn man aber bedenkt, das fast 80 % der Elektrizität für die australischen Haushalte und die Industrie aus Kohle und der Rest aus Gas und nur 9% aus erneuerbaren Energien stammen (vorwiegend Wasserkraftwerken), ergibt dies durch aus Sinn. Zudem besitzt Australien kein einziges Atomkraftwerk, (ist aber der 3. Größte Uranexporteur der Welt) und hat daher auch sehr hohe Emissionswerte.
Daraufhin kam Lisa Murray auf die Bühne und erinnerte an die Kurzlebigkeit heutiger Daten. Nach nur einem Jahr nach dem arabischen Frühling sind bereits 11% der Social Media Daten unwiderruflich verschwunden. Sie ist Historikerin und erinnerte daran, dass wir in ein paar Jahren auch nicht mehr wissen würden, was diese Regierung (in Australien) nun gemacht hatte, wenn es nicht gespeichert werde. Es gibt in Australien wohl ein „digital archive“, dessen Finanzierung im Juni 2013 aufhört.
FeverPicture
Joost Bakker ist Designer und Architekt, der seine Idee von Gebäuden die Pflanzen wachsen lassen – Greenhouse. Er baut Restaurants, die aus 100% recycelten Stahl bestehen und an der Außenwand und auf dem Dach einen Garten haben. Zudem werden nur lokale und saisonale Speisen verkauft, und wirklich alles wird recycelt. Sogar das Abwasser von den Gästetoiletten und die Bioabfälle aus der Küche werden als Dünger verwendet. Es gibt Regenwasserspeicher und Windkraftgeneratoren für den Strom. Schöne Idee!
In der 90-minütigen Mittagspause fanden wir ein schönes Restaurant mit Harbourblick direkt in den Opera Quays. Die Gäste des TEDx-Talks bekamen ein Mittagessen, dass aus Lebensmitteln von Bürgern aus Sydney gemacht wurde. Es gibt die Aktion GROW IT LOCAL, in der jeder aufgefordert wird in seinem Garten, Balkon oder Fensterbrett Nahrung anzubauen. Sie wurden gefragt ob Sie die Lebensmittel für die 2.200 Gäste von TEDx Sydney anbauen würden, und sie schafften es. Es gab eine Imkerin, die Ihre Bienen auf dem Balkon hielt, Familien die 10 Peperoni anpflanzten und ins Opernhaus brachten und Bauern die Milch und Käse dazu steuerten. Nach der Mittagspause wurde ein Clip gezeigt, in dem kleine Kinder das erste Mal verschiedene Lebensmittel probieren – in slow motion ^^
„A nation that doesn’t create is forced to just consume.“ – Idee von Marita Cheng, Young Australian 2013, den Kindern so früh wie möglich zu zeigen, was Ingenieurwesen bedeutet. Sie reist durch die Welt und macht Kurse mit Kindern, um in ihnen den Erfindergeist zu wecken.
FeverPicture
Der Genetiker David Sinclair ist der Meinung, dass es eine Möglichkeit gibt, die „Alterungsgene“ auszuschalten. Es gibt bereits Moleküle, die solche Substanzen zum Abschalten beinhalten, zum Beispiel Rotwein. Man müsste aber 100 Gläser am Tag trinken..
Kate Miller-HeidkeUnplugged – australische Sängerin sang ein paar Lieder, wurde auf Gitarre begleitet und begleitete sich beim zweiten Song auch selbst am Klavier. Nach der Kaffeepause kam der BeatboxerTom Thum auf die Bühne, so was hatte ich wirklich noch nie gehört – Wahnsinn!
Nun kam ein ehemaliger SoldatDamian Mander auf die Bühne, der jahrelang Menschen getötet hat und nachdem er zusehen musste, wie ein Elefant getötet wurde zu einem radikalen Umweltaktivisten wurde … O_o Er verabschiedete sich mit dem bedeutungsvollen Satz: „Does a cow value its life more than I enjoy a barbecue?“ Ein bisschen Strange, aber ok ^^
Rebecca Huntleyerzählte wie wir uns selber beschreiben, und wie andere uns beschreiben. „We label ourselves as voters, never citizens, and when we’re angry we label ourselves as taxpayers.“ Jeder Mensch schaue nach Unterschieden und er liebe es sich von
FeverPicture
anderen zu unterscheiden und andere von einem selbst abzugrenzen.
Kurz vor Schluss hielt der Architekt Paul Pholeros einen interessanten Vortrag über seinen Plan zu verhindern, dass die Ureinwohner Australiens in ihren Dörfern weiterhin krank werden. Laut einer Studie hätten nur 35% der Häuser in Nordaustralien eine funktionierende Dusche und nur 58% dieser Häuser eine funktionierende Toilette! Das Problem liege zu 70% an fehlenden Renovierungsarbeiten, zu 21% an fehlerhafter Installation und zu 9% an Fehlbenutzung oder Vandalismus. Besonders schlimm ist das für Kinder von 0-5. Ohne regelmäßige Dusche können sich Bakterien ausbreiten, die deren ganzes Leben beeinflusst. Durch das Projekt wurden viele Häuser und damit die Lebensbedingungen verbessert.
Zum Abschluss wurde 15 Gästen die Möglichkeit gegeben ihre Idee (ohne Folien etc.) in 30 Sekunden vorzutragen. Um nur ein paar zu nennen: Chris aus Surry Hills schlug vor allen Kindern programmieren beizubringen, da in einer Gesellschaft die so von Computern umgeben ist, sei das eine wertvolle Fähigkeit. Oder Jeany die meinte jeder Australier sollte einmal einen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen. Und dann war da noch eine Frau die lautstark meinte jeder solle seine Kinder aus der Schule nehmen. Ehm joa.
Es kam noch die Komikerin Justine Rogers auf die Bühne und zeigte allen wie man eigentlich einen TED Talk „wirklich“ (nicht) halten sollte ^^ Mit vielen Beispielen, etwas überdreht aber ok xD
Es gab noch etwas Musik und im Studio wurde sich noch mal fürs Erscheinen gedankt und dann war es ja auch schon fast 19:30 und Zeit nach Hause zu gehen J
Da wir nun stolze Besitzer eines Kombiticket sind war es nach dem Tower Eye Zeit auch die anderen Attraktionen zu besuchen. Da schönes Wetter angesagt war haben wir uns für den kleinen Zoo, den Wildlife Zoo entschieden. Dieser liegt unmittelbar am und im Darling Harbour und ist damit von uns mit der Buslinie M20, Haltestelle Clarance Street Near King Street, direkt zu erreichen.
Der Eingang ist zusammen mit 2 anderen Attraktionen, Madame Tussauds und dem Sydney Aquarium, auf einer Art Steg direkt am Wasser. Als Inhaber des Kombiticket konnten wir uns nicht nur das Schlangestehen sondern auch den Eintritt von 36 AUD sparen. Tipp an dieser Stelle, es ist immer günstiger das Ticket im Vorfeld online zu kaufen, das gilt auch fürs Kombiticket.
Die gesamte Fläche des Wild-Life Sydney Zoo ist in neun Bereiche geteilt in denen über den ganzen Tag verschiedene sich wiederholende Events, wie Fütterungen oder Talks mit näheren Informationen und Fragerunden zu den Tieren, stattfinden. Unser Highlight war der Känguru Talk, da nach der Inforunde das Streicheln der putzigen Hüpfer möglich war. Auch interessant war der Talk zu den Koalabären, da die ruhigen Artgenossen aber 20 Stunden am Tag schlafen war das neben den Informationen eher langweilig. Streicheln war hier nicht möglich da sehr strenge Gesetze zum Schutz der Koalas dies nicht zulassen. Für einen extra Betrag konnte man sich an einen Baum stellen auf dem ein Koala saß und ein gemeinsames Bild machen und auch dies wurde penibel schriftlich fest gehalten. Das der Koala in New South Wales als selten und bedroht gilt war uns neu und so haben wir beim Zoobesuch was gelernt und hat damit seinen Zweck erfüllt. Was auch wir ein bisschen merkwürdig fanden ist, dass der Zoo nur ein Wombat hat welcher ganz allein in einer Höhle unter einer Heizlampe lag, der arme Kerl. Neben den wenigen größeren Tieren gab es in Terrarien auch eine Vielzahl Australiens giftigsten Bewohnern den Schlangen und Spinnen zu bewundern. Nicht jedermanns Sache aber nun wissen wir welchen Tieren wir uns besser nicht nähren sollten.
Wie das Gebäude vermuten lässt kann man sich in maximal 2 bis 3 Stunden bequem alles genau anschauen, ein weiterer Besuch um auch die Fütterung weiterer Tieren, Krokodil Rex wird nur 3-mal die Woche gefüttert, anzusehen lohnt sich aus unserer Sicht nicht. Was uns auch jedes Mal auffällt ist man wird bei jeder Attraktion durch eine Greenbox geschleift und am Ausgang kann man Fotobücher mit Fotomontagen kaufen. Diese werden für jeden Besucher ausgedruckt und liegen zum Mitnehmen bereit. Auch wenn die Mitarbeiter immer sehr freundlich und überhaupt nicht aufdringlich sind finden wir das eine riesige Verschwendung an Fotopapier und Ressourcen.
Madame Tussauds Sydney
Nachdem der Zoobesuch sehr schön aber kürzer als gedacht war haben wir uns für einen Besuch der gleich benachbarten Madame Tussauds Ausstellung entschieden. Nachdem ich bereits die Ausstellungen in New York und London besucht habe waren meine Ansprüche recht niedrig, aber ich wurde positiv überrascht. Neben den Standards wie Angelina Jolie, Albert Einstein, Obama und Michael Jackson haben sich die Macher in Sydney auch sehr große Mühe gegeben einen regionalen Bezug herzustellen. So war ein Raum voll mit Gründerväter und wichtigen Personen aus der Gründungs- und Kolonialzeit. Außerdem gab es neben Kylie Minogue noch Größen der australischen Sport- und Medienwelt anzusehen.
Eine Liste der Figuren sowie Tickets und Öffnungszeiten gibt’s natürlich auf der Website, auch hier könnt Ihr wieder online beim Eintritt sparen. Also auch wer bereits eine Madame Tussauds Ausstellung besucht hat findet in Sydney noch Neues.