TEDx Sydney 2013

TEDx Sydney 2013

Vorbereitung

Online hatten wir schon einige TED Talks gesehen und sogar im Freien Kino Halle haben wir einmal ein paar gezeigt. Als wir auf dem Piratenstammtisch im Paragon Hotel waren, fiel mir die Werbung für TEDx Sydney auf. Normale Tickets sind zum einen natürlichen schwer zu bekommen, zum anderen tragen sie (inklusive Verpflegung) mit 220 AUD zu buche. Ein „Satellite Event“ also quasi Public Viewing im Restaurant, findet ohne Eintrittspreis statt.

Online fanden wir dann noch ein kostenloses Satellite Event direkt im Opera House. Organisiert wurde dieser von „The Loop„, ein soziales Business Netzwerk für Kreative. Bei einem TEDx Talk steht das „x“ dafür, dass es eigenständig organisiert wurde. Die eigentliche TED Konferenz findet einmal jährlich in Kalifornien statt, TEDx ist ein Konzept, das allen Menschen (Schulen, Geschäften, Gemeinschaften..) ermöglichen soll, Lizenzen für eigene unabhängige TED-artige Veranstaltungen zu bekommen. Quasi Franchise.

Nach der Anmeldung erhielten noch ein paar E-Mails mit Ort und Uhrzeit und eine Woche später machten wir uns (früh morgens ^^) schon auf zum Circular Quay. Nachdem wir das Studio gefunden hatten, wurden wir erst mal wieder weggeschickt, wir waren etwas zu früh gekommen und sollten später wieder gekommen. Die nutzten wir noch für ein paar Fotos und beobachten die ankommenden Besucher. Um 8:30 meldeten wir uns wieder am Eingang des Studios und wurden nach Nennung unseres Vornamens in einer Liste gesucht. Und obwohl nichts in der E-Mail gestanden hatte, wurde mir gesagt ich dürfte nur in die Nachmittagslesungen, Robert den ganzen Tag… Nachdem ich etwas verdutzt meinte, dass nichts in der E-Mail gestanden hatte und wir nur Minuten nacheinander gebucht hatten, gab Sie auch mir beide Aufkleber für AM und PM.

The Studio - Veranstaltungsort vom Satelite Event zum TEDx Sydney 2013 von The Loop
The Studio

Das Studio bestand aus einem kleinen Saal, der mit Sofas, Sesseln und ein paar Bartischen mit Stühlen am Rand ausgestattet war.
Darüber befand sich rund um einen Rang mit 1-2 Reihen Kinosesseln, in denen wir direkt gegenüber der großen Leinwand Plätze fanden. Links und rechts im Saal befanden sich noch ein paar Leinwände die während der Talks von Gavin Blake (FeverPicture) bebildert wurden. Ein paar Mitarbeiter von The Loop bedankten sich für das zahlreiche Erscheinen und auf der Leinwand und den 6 großen Samsung –TVs wurde der erste TEDx-Talk aus dem großen Saal neben an übertragen.

TEDx Talks

Michael West, der kulturelle Vertreter einer Gruppe von Aborigines in der Metropole Sydney eröffnete die Veranstaltung mit einer starken Rede über die Verschiedenheiten in einer Gesellschaft.  „It’s as much about what we have in common as diversity…we are all the sum of what has come before us.“

FeverPicture - Skizze zum Talk von Ron McCallum
FeverPicture

Nach einem kurzen Clip (von denen es den ganzen Tag über noch viele gab) kam Professor Ron McCallum auf die Bühne. Er ist der erste blinde Professor Australiens und Neuseelands und berichtete wie seine Familie ihm ständig Texte auf Band gesprochen haben, damit er Sie sich anhören konnte. Er erzählte von seiner Begeisterung, als ein Gerät entwickelt wurde, in das er Braille tippen konnte, das gespeichert und später von der Maschine vorgelesen wurde. Er berichtete auch von dem Urheberrechtsproblem, das es in einigen englischsprachigen Ländern bereits von vielen Büchern Hörbuchfassungen gebe diese aber wegen Urheberrechtsbestimmungen nicht das Land verlassen dürfen etc.

Zur Auflockerung gab es zum einen wieder einen kleinen Clip „What inspires us?“ in dem ein Paar Leute mit schönen bunten Farben ihre Inspirationen auf Glas malten. Zum anderen die erste Musikeinlage mit den Tawadros Brothers.

FeverPicture - Skizze zum Talk von Alice Gorman
FeverPicture

Nachdem Alice Gorman ihren Talk über Ihre Arbeit als Weltraumarchäologin und ihrer Liebe zu Voyager2 (bringt aboriginal Musik ins All) erzählt hatte, kam Jennifer Robinson auf die Bühne. Sie ist eine bekannte Menschenrechtsanwältin die für jemanden einsteht der  „has taken on state and corporate interests with little more than an internet connection and powerful ideas“ – nein, es ist nicht Julian Assange gemeint (der aber einer ihrer Klienten ist), sondern Benny Wenda.

FeverPicture - Skizzen zum Talk von Jennifer Robinson und Benny Wenda
FeverPicture

 

Benny Wenda erzählte die bewegende Geschichte seines Lebens, er ist ein Stammeshäuptling und ist Sprecher für die Unabhängigkeit von West Papua von Indonesien. Seit er 2003 aus der Haft in West Papua geflohen ist, lebt er in London im Asyl und verbreitet mit seiner Organisation „Free West Papua“ die Menschenrechtsituation und tritt für die Unabhängigkeit ein.

Benny Wenda und  Jennifer Robinson @ TEDx
Benny Wenda und Jennifer Robinson @ TEDx

Das Problem ist, das viele Staaten nichts gegen Indonesien als Handelspartner sagen möchten. Zu dem hat West Papua reiche Kupfervorkommen und die größte Goldmine der Welt. Seine Rede beendete er mit einer Bitte an alle Zuhörer:  „West Papua’s story is now your story! Without your help, my people will never be free!“

Nach der Frühstückspause und wieder etwas Musik (verbunden mit einer interaktiven Klatschshow und Fibonacci Zahlen) von Greg Sheehan, gab Simon Jackman einen Talk „Talking numbers – election winning numbers! How can politics be a science“. Er ist ein Politikwissenschaftsprofessor, der sich viel mit Statistik auseinandersetzt. Es ging um Politik und „Data Revolution“ und wie diese die Politikwissenschaft verändert hatte und wie das wiederum die Realpolitik und wie Politik „gemacht wird“ beeinflusst.

FeverPicture - Skizze zum Talk von Danny Kennedy
FeverPicture

Danny Kennedy hielt ein Plädoyer für die Nutzung von mehr Sonnenenergie. Ich muss zugegeben für mich klang die Idee mehr so wie „No shit, Sherlock!“, wenn man aber bedenkt, das fast 80 % der Elektrizität für die australischen Haushalte und die Industrie aus Kohle und der Rest aus Gas und nur 9% aus erneuerbaren Energien stammen (vorwiegend Wasserkraftwerken), ergibt dies durch aus Sinn. Zudem besitzt Australien kein einziges Atomkraftwerk, (ist aber der 3. Größte Uranexporteur der Welt) und hat daher auch sehr hohe Emissionswerte.

Daraufhin kam Lisa Murray auf die Bühne und erinnerte an die Kurzlebigkeit heutiger Daten. Nach nur einem Jahr nach dem arabischen Frühling sind bereits 11% der Social Media Daten unwiderruflich verschwunden. Sie ist Historikerin und erinnerte daran, dass wir in ein paar Jahren auch nicht mehr wissen würden, was diese Regierung (in Australien) nun gemacht hatte, wenn es nicht gespeichert werde. Es gibt in Australien wohl ein „digital archive“, dessen Finanzierung im Juni 2013 aufhört.

FeverPicture - Skizzen zum Talk von Joost Bakker
FeverPicture

Joost Bakker ist Designer und Architekt, der seine Idee von Gebäuden die Pflanzen wachsen lassen – Greenhouse. Er baut Restaurants, die aus 100% recycelten Stahl bestehen und an der Außenwand und auf dem Dach einen Garten haben. Zudem werden nur lokale und saisonale Speisen verkauft, und wirklich alles wird recycelt. Sogar das Abwasser von den Gästetoiletten und die Bioabfälle aus der Küche werden als Dünger verwendet. Es gibt Regenwasserspeicher und Windkraftgeneratoren für den Strom. Schöne Idee!

In der 90-minütigen Mittagspause fanden wir ein schönes Restaurant mit Harbourblick direkt in den Opera Quays. Die Gäste des TEDx-Talks bekamen ein Mittagessen, dass aus Lebensmitteln von Bürgern aus Sydney gemacht wurde. Es gibt die Aktion GROW IT LOCAL, in der jeder aufgefordert wird in seinem Garten, Balkon oder Fensterbrett Nahrung anzubauen. Sie wurden gefragt ob Sie die Lebensmittel für die 2.200 Gäste von TEDx Sydney anbauen würden, und sie schafften es. Es gab eine Imkerin, die Ihre Bienen auf dem Balkon hielt, Familien die 10 Peperoni anpflanzten und ins Opernhaus brachten und Bauern die Milch und Käse dazu steuerten. Nach der Mittagspause wurde ein Clip gezeigt, in dem kleine Kinder das erste Mal verschiedene Lebensmittel probieren – in slow motion ^^

„A nation that doesn’t create is forced to just consume.“ – Idee von Marita Cheng, Young Australian 2013, den Kindern so früh wie möglich zu zeigen, was Ingenieurwesen bedeutet. Sie reist durch die Welt und macht Kurse mit Kindern, um in ihnen den Erfindergeist zu wecken.

FeverPicture zum Talk von David Sinclair
FeverPicture

Der Genetiker David Sinclair ist der Meinung, dass es eine Möglichkeit gibt, die „Alterungsgene“ auszuschalten. Es gibt bereits Moleküle, die solche Substanzen zum Abschalten beinhalten, zum Beispiel Rotwein. Man müsste aber 100 Gläser am Tag trinken..

Kate Miller-Heidke Unplugged – australische Sängerin sang ein paar Lieder, wurde auf Gitarre begleitet und begleitete sich beim zweiten Song auch selbst am Klavier. Nach der Kaffeepause kam der Beatboxer Tom Thum auf die Bühne, so was hatte ich wirklich noch nie gehört – Wahnsinn!

Nun kam ein ehemaliger Soldat Damian Mander auf die Bühne, der jahrelang Menschen getötet hat und nachdem er zusehen musste, wie ein Elefant getötet wurde zu einem radikalen Umweltaktivisten wurde … O_o Er verabschiedete sich mit dem bedeutungsvollen Satz: „Does a cow value its life more than I enjoy a barbecue?“ Ein bisschen Strange, aber ok ^^

Rebecca Huntley erzählte wie wir uns selber beschreiben, und wie andere uns beschreiben. „We label ourselves as voters, never citizens, and when we’re angry we label ourselves as taxpayers.“ Jeder Mensch schaue nach Unterschieden und er liebe es sich von

FeverPicture zum Talk von Rebecca Huntley
FeverPicture

anderen zu unterscheiden und andere von einem selbst abzugrenzen.

Kurz vor Schluss hielt der Architekt Paul Pholeros einen interessanten Vortrag über seinen Plan zu verhindern, dass die Ureinwohner Australiens in ihren Dörfern weiterhin krank werden. Laut einer Studie hätten nur 35% der Häuser in Nordaustralien eine funktionierende Dusche und nur 58% dieser Häuser eine funktionierende Toilette! Das Problem liege zu 70% an fehlenden Renovierungsarbeiten, zu 21% an fehlerhafter Installation und zu 9% an Fehlbenutzung oder Vandalismus. Besonders schlimm ist das für Kinder von 0-5. Ohne regelmäßige Dusche können sich Bakterien ausbreiten, die deren ganzes Leben beeinflusst. Durch das Projekt wurden viele Häuser und damit die Lebensbedingungen verbessert.

Zum Abschluss wurde 15 Gästen die Möglichkeit gegeben ihre Idee (ohne Folien etc.) in 30 Sekunden vorzutragen. Um nur ein paar zu nennen: Chris aus Surry Hills schlug vor allen Kindern programmieren beizubringen, da in einer Gesellschaft die so von Computern umgeben ist, sei das eine wertvolle Fähigkeit. Oder Jeany die meinte jeder Australier sollte einmal einen Flüchtling bei sich zu Hause aufnehmen. Und dann war da noch eine Frau die lautstark meinte jeder solle seine Kinder aus der Schule nehmen. Ehm joa.

Es kam noch die Komikerin Justine Rogers auf die Bühne und zeigte allen wie man eigentlich einen TED Talk „wirklich“ (nicht) halten sollte ^^ Mit vielen Beispielen, etwas überdreht aber ok xD

Es gab noch etwas Musik und im Studio wurde sich noch mal fürs Erscheinen gedankt und dann war es ja auch schon fast 19:30 und Zeit nach Hause zu gehen J

 

 

 

 

 

 

Im Wild-Life Sydney Zoo und bei Madame Tussauds

Känguru im Wildlife Sydney

Wildlife Zoo

Da wir nun stolze Besitzer eines Kombiticket sind war es nach dem Tower Eye Zeit auch die anderen Attraktionen zu besuchen. Da schönes Wetter angesagt war haben wir uns für den kleinen Zoo, den Wildlife Zoo entschieden. Dieser liegt unmittelbar am und im Darling Harbour und ist damit von uns mit der Buslinie M20, Haltestelle Clarance Street Near King Street, direkt zu erreichen.

Der Eingang ist zusammen mit 2 anderen Attraktionen, Madame Tussauds und dem Sydney Aquarium, auf einer Art Steg direkt am Wasser. Als Inhaber des Kombiticket konnten wir uns nicht nur das Schlangestehen sondern auch den Eintritt von 36 AUD sparen. Tipp an dieser Stelle, es ist immer günstiger das Ticket im Vorfeld online zu kaufen, das gilt auch fürs Kombiticket.

Die gesamte Fläche des Wild-Life Sydney Zoo ist in neun Bereiche geteilt in denen über den ganzen Tag verschiedene sich wiederholende Events, wie Fütterungen oder Talks mit näheren Informationen und Fragerunden zu den Tieren, stattfinden. Unser Highlight war der Känguru Talk, da nach der Inforunde das Streicheln der putzigen Hüpfer möglich war. Auch interessant war der Talk zu den Koalabären, da die ruhigen Artgenossen aber 20 Stunden am Tag schlafen war das neben den Informationen eher langweilig. Streicheln war hier nicht möglich da sehr strenge Gesetze zum Schutz der Koalas dies nicht zulassen. Für einen extra Betrag konnte man sich an einen Baum stellen auf dem ein Koala saß und ein gemeinsames Bild machen und auch dies wurde penibel schriftlich fest gehalten. Das der Koala in New South Wales als selten und bedroht gilt war uns neu und so haben wir beim Zoobesuch was gelernt und hat damit seinen Zweck erfüllt. Was auch wir ein bisschen merkwürdig fanden ist, dass der Zoo nur ein Wombat hat welcher ganz allein in einer Höhle unter einer Heizlampe lag, der arme Kerl. Neben den wenigen größeren Tieren gab es in Terrarien auch eine Vielzahl Australiens giftigsten Bewohnern den Schlangen und Spinnen zu bewundern. Nicht jedermanns Sache aber nun wissen wir welchen Tieren wir uns besser nicht nähren sollten.

Wie das Gebäude vermuten lässt kann man sich in maximal 2 bis 3 Stunden bequem alles genau anschauen, ein weiterer Besuch um auch die Fütterung weiterer Tieren, Krokodil Rex wird nur 3-mal die Woche gefüttert, anzusehen lohnt sich aus unserer Sicht nicht. Was uns auch jedes Mal auffällt ist man wird bei jeder Attraktion durch eine Greenbox geschleift und am Ausgang kann man Fotobücher mit Fotomontagen kaufen. Diese werden für jeden Besucher ausgedruckt und liegen zum Mitnehmen bereit. Auch wenn die Mitarbeiter immer sehr freundlich und überhaupt nicht aufdringlich sind finden wir das eine riesige Verschwendung an Fotopapier und Ressourcen.

Madame Tussauds Sydney

Nachdem der Zoobesuch sehr schön aber kürzer als gedacht war haben wir uns für einen Besuch der gleich benachbarten Madame Tussauds Ausstellung entschieden. Nachdem ich bereits die Ausstellungen in New York und London besucht habe waren meine Ansprüche recht niedrig, aber ich wurde positiv überrascht. Neben den Standards wie Angelina Jolie, Albert Einstein, Obama und Michael Jackson haben sich die Macher in Sydney auch sehr große Mühe gegeben einen regionalen Bezug herzustellen. So war ein Raum voll mit Gründerväter und wichtigen Personen aus der Gründungs- und Kolonialzeit. Außerdem gab es neben Kylie Minogue noch Größen der australischen Sport- und Medienwelt anzusehen.

Eine Liste der Figuren sowie Tickets und Öffnungszeiten gibt’s natürlich auf der Website, auch hier könnt Ihr wieder online beim Eintritt sparen. Also auch wer bereits eine Madame Tussauds Ausstellung besucht hat findet in Sydney noch Neues.

Besuch bei Max Brenner und The Sydney Tower Eye

Sydney Tower Aussicht mit Spiegelung der Autoren

Ersatz für unseren Waffelladen

Nach einem Monat Abstinenz unseres Lieblings Waffel Laden Bewaffel Dich in unserem Heimatstädtchen hatten wir so einen Appetit auf Waffeln und Schokolade das wir uns Online auf die Suche nach adäquatem Ersatz gemacht haben und sind schließlich auf Max Brenners kleine Kunstwerke aus belgischer Schokolade gestoßen.

Max Brenner ist eine israelische Kette kleiner schicker Schokoladencafés mit angeschlossenem Verkauf. Die durchgestylte Website und das schicke Geschirr haben uns überzeugt dem Schokoladenstübchen im David Jones, Sydney CBD einen Besuch abzustatten.

Wir haben es nicht bereut, eine heiße Kokosschokolade, eine heiße weiße Schokolade, ein Schokoladen-Soufflé und belgische Waffeln haben unser Verlangen nach Süßem für mindestens einen weiteren Monat gestillt. Für knapp 40 AUD kein billiger Spaß aber trotzdem auf jeden Fall zu empfehlen. Noch ein Tipp, bei den belgischen Waffeln reicht Eine auch für den großen Schokohunger.

Aufnahme unseres Max Brenner Menü im April 2013

The Sydney Tower Eye bei Nacht

Nach dem Waffelspaß haben wir uns spontan entschieden, den auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehenden Sydney Tower zu besteigen. Doch erst mal hieß es den Eingang zu finden, denn das ist gar nicht so einfach da der Zugang in mitten eines riesigen Westfield Einkaufszentrum liegt. Auf Ebene R5 wurden wir dann fündig und waren von der nicht vorhandenen Warteschlange überrascht. Als Spätaufsteher und nach dem Essen war es 18 Uhr aber trotzdem hatten wir mit mehr Andrang gerechnet. Im leeren Wartebereich fiel uns eine Reklame für ein Kombiticket auf. Sydney Tower Eye, Manly Sea-Life, Sydney Aquarium, Sydney Wild-Live und Madame Tussauds für 70 AUD, statt Eintritt von 26 AUD nur für den Tower, klang fair und in 30 Tagen ein zu bewältigendes Programm.

Los ging es mit einem 4D Kino. Ein fünfminütiger Film im Stehen, das vierte D bestand aus „Wind“, Wasser, Seifenblasen und wackelndem Boden. Alles in Allem nette Effekte und bei einer längeren Warteschlange vor dem Fahrstuhl zur Aussichtsform sicher auch eine willkommene Abwechslung aber die Story konnte nicht überzeugen. Dann ging es nach einer Sicherheitsüberprüfung wie am Flughafen auch schon nach oben. In nur 40 Sekunden auf 260 Meter Höhe.
Vom Observation Deck, der Aussichtsplattform hatten wir eine tolle Aussicht über die Stadt. Bei Nacht fallen vor Allem die Hotspots wie Kings Cross ins Auge oder die tolle Beleuchtung der verschiedenen Hotels am Hafen. Einfach beeindruckend, Lichter soweit man schauen kann, erst dann wird einem die Größe der Stadt so richtig bewusst. Besonders cool sind auch die Flugzeuge die gefühlt 50 Meter über den Boden Richtung Flughafen über die halbe Stadt fliegen.

Im Sydney Tower von den Australiern eher Centre Point Tower genannt  gibt es neben dem Kino oben noch ein Sky-Restaurant, einen Geschenkeladen und den Skywalk. Ein bisschen Schade ist, dass die Beleuchtung des Geschenkeladens nachts doch teilweise an den Scheiben der Plattform reflektiert was auf Fotos doch sehr gestört hat. Der Skywalk ist eine 45-minütige Tour auf einem nicht überdachten Rundgang über der Aussichtsplattform. Mit 65 AUD inklusive Eintritt zum Tower ein teurer Spaß für effektiv die gleiche Aussicht, auf Foursquare ist man der Meinung das lohnt sich nicht. Wart Ihr dort, dann hinterlasst uns eure Meinung in den Kommentaren des Blog. Für uns war es auf jeden Fall ein toller Tag!

Konto in Australien eröffnen ohne Kontogebühren

NAB Bank Screenshot

Warum ein Konto in Australien eröffnen?

Zum einen wollen wir unserer Mitbewohnerin das Geld nicht jede Woche in bar auf die Hand geben, das macht sich schlecht um nachzuweisen, dass wir die Miete auch bezahlt haben, und zum anderen brauchen wir es später für die Lohnzahlung. Wobei wir auf der Bank festgestellt haben, dass sehr viele Kunden Schecks eingereicht haben, anscheinend sind hier Lohnschecks noch gebräuchlicher als in Deutschland. Aber auch die Schecks muss man irgendwo einlösen, daher war klar dass wir so bald wie möglich ein Konto in Australien brauchen.

Welche Banken gibt es in Australien und welche ist die Richtige?

Ähnlich wie in Deutschland gibt es eine Fülle von Banken – Commonwealth Bank, Wetspac, ANZ, St. George, NAB und das ist nur ein Auszug. Wir haben uns bereits in Deutschland informiert wo es ratsam ist ein Konto zu eröffnen und waren uns eigentlich einig zur Commonwealth Bank zu gehen. Die Commonwealth ist ähnlich der Postbank oder Sparkasse in Deutschland auch in kleinen Orten im Outback vertreten und daher besonders für Work and Traveller geeignet weil die Chance in entlegenen Orten eine Filiale zu finden recht hoch ist.

Ein Blick auf die Konditionen hat uns dann aber zur NAB (National Australia Bank) gebracht, das ist von den Großen wohl aktuell die einzige Bank bei der man langfristig keinerlei Kontogebühren zahlen muss. Bei den anderen Banken liegen die Kontogebühren bei zwei bis sechs australischen Dollar im Monat, nicht viel aber als Backpacker spart man wo man kann. Und da wir vorhaben nur in Großstädten zu bleiben fiel die Geldautomaten-Dichte also nicht so sehr ins Gewicht.

Wie kann man in Australien ein Konto eröffnen?

Wir haben uns für die NAB entschieden und dort kann man einfach online ein Konto eröffnen. Auf der Webseite steht es dauert unter 10 Minuten und tatsächlich hat es nur 3 Minuten gedauert. Einfach Kontotyp wählen, Volljährigkeit bestätigen, Name, Anschrift und australische Steuernummer (TFN) angeben fertig. Das besagte kostenlose Konto heißt NAB Classic Banking.

Dann dauert es ca. 1 Woche bis zum Erhalt des Willkommenspakets. In der Zwischenzeit bekommt man 2 E-Mails in denen die Kontoeröffnung bestätigt wird. Das Willkommenspaket besteht aus einem Schreiben mit eurer Kontonummer und einer Mappe mit AGBs, einer Broschüre welche Unterlagen Ihr zur Verifizierung des Kontos benötigt und aktuellen Konditionen sowie Werbung zu sämtlichen anderen Produkten der Bank.

Mit dem Paket und eurem Reisepass, sowie zur Sicherheit eurer Steuernummer, ist dann der Zeitpunkt die nächste Filiale aufzusuchen um euch zu verifizieren. Das ist recht unspektakulär, Ihr sagt ihr seid Neukunde und wollt euer Konto verifizieren und der Mitarbeiter am Schalter nimmt eure Daten auf. Dann werden Ihr bei NAB ggf. gefragt ob Ihr eine schwarze oder pinkfarbene Bankkarte haben möchtet und das war es zu Kontoeröffnung. Sofern Ihr ein Onlinebanking oder Telefonbanking Zugang haben möchtet teilt Ihr das dem Mitarbeiter ebenfalls mit und Ihr könnt euer temporäres Passwort gleich mitnehmen. Bankkarte und Pin kommen dann in ca. 1 Woche separat per Post.