Busfahren in Sydney und Australien

SMS Screenshot einer Busauskunft in Sydney

Wie viel Sections und MyMulti oder MyBus Ticket?

Zum ersten Mal waren wir mit der Wahl des Transportmittels konfrontiert als wir vor hatten vom Hostel zur Besichtigung unserer nächste Unterkunft zu fahren. Zuvor hatten wir uns auf der Internetseite der Transportgesellschaft von New South Wales informiert. Jedoch wird eine Buslinie in verschiedene Sektionen unterteilt und uns war trotz umfangreicher Recherche noch nicht ganz klar welches Ticket wir nun brauchten und so war der einfachste Weg an der Rezeption unseres Hostel zu fragen.

Da unser Ziel nahe des Flughafen lag legte uns der nette Typ an der Rezeption nahe doch einfach den AirportLink zu nehmen und das wir mit dem Bus sofern wir das richtige Ticket kaufen fast oder auf den gleichen Preis kommen. Jedoch bestanden wir darauf das Geheimnis hinter den Bustickets zu lüften um den Bus in Zukunft nutzen zu können. Daraufhin sagte er uns, dass es wohl Volkssport sei einfach ein 1-2 Sections Ticket zu kaufen und einfach so weit zu fahren wie man möchte. Das wäre immerhin nicht schwarzgefahren und als Ausländer kann man immer noch behaupten man habe es nicht gewusst. Auf unsere Bedenken und das schwarzfahren in Deutschland 40 Euro Strafe kostet sagte er uns nur, dass er seit 3 Jahren so fahre und erst 2-mal kontrolliert wurde. Über die Konsequenzen schwieg er sich jedoch aus.

Ansonsten kann man um ein richtiges Ticket zu kaufen auf der Webseite der NSW TransportInfo Karten anschauen wo die einzelnen Sektionen abgebildet sind. Würde bedeuten für eine Fahrt aus dem CBD (Central Business District) nach Mascot wäre ein MyBus3 Ticket (also 6+ Sektionen) für 4,60 AUD das richtige Ticket. Ich finde das System äußerst umständlich zumal man also mind. 3 verschiedene Tickets vorrätig haben müsste abhängig davon wie weit man vor hat zu fahren. Als Pendler braucht man sicher nur eine Karte und zahlt ansonsten separat beim Fahrer, sollte man vorhaben mal eine abweichende Route zu nehmen. Trotzdem umständlich wenn man bedenkt das es auch sogenannte PrePay-Only (nur mit bereits gekauftem Fahrschein) Linien gibt wo man keine Möglichkeit hat beim Fahrer zu zahlen.

Bustickets kaufen

Tickets bekommt man in jedem Seven Eleven und Kiosk. Einfach an der Kasse Fragen. Um einen aktuellen Überblick über die Preise zu bekommen habe ich mal einige aufgeführt.

Ticket

MyBus1
1-2
Sections

MyBus2
3-5
Sections

MyBus3
6+
Sections

Adult Single (Einzelfahrt normal)

$2.20

$3.60

$4.60

Concession Single (Einzelfahrt ermäßigt)

$1.10

$1.80

$2.30

Adult TravelTen (Zehnerkarte normal)

$17.60

$28.80

$36.80

Ticket MyMulti DayPass (Tageskarte) MyMulti1 MyMulti2 MyMulti3

Adult (normal)

$22.00

Concession (ermäßigt)

$11.00

Adult Weekly (Wochenkarte normal)

$44.00

$52.00

$61.00

Concession Weekly (Wochenkarte ermäßigt)

$22.00

$26.00

$30.50

Adult Monthly (Monatskarte normal)

$168.00

$199.00

$238.00

Unterschiede zu Deutschland

Generell werden die Busse wie z. Bsp. in England rangewinkt. Das heißt der Bus hält nicht automatisch an jeder Haltestelle, gleiches gilt fürs Aussteigen. Man muss im Bus auf die bekannten Stopp Taster drücken, dann hält der Fahrer an der nächsten Haltestelle.

Weiter ist jeder Bus mit Kameras und einem Bildschirm versehen wie man es vielleicht von der U-Bahn oder Straßenbahn kennt. Generell verschafft es einem einen sehr guten Überblick über die Leute die ein- und aussteigen aber bei mir stärkt das nicht das Sicherheitsgefühl, ich fühle mich da eher unwohl. Der Großteil, also eigentlich alle, Busse machen einen sehr neuen Eindruck, jedoch trotz der Kameras ist uns aufgefallen das einige Fensterscheibe in den hinteren Reihen mit Edding beschmiert sind bzw. zerkratz wurden.

Kostenlose Busse im Stadtzentrum

Auf eine weitere Besonderheit hat uns ein freundlicher älterer Herr beim Warten an der Haltestelle aufmerksam gemacht. Im Central Business District in Sydney und in noch weiteren Städten in New South Wales fährt ein kostenloser Shuttle Bus. Die Zeiten in denen die Busse fahren sind etwas ungewöhnlich (9:30 Uhr bis 15:30 wochentags und 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr am Wochenende) jedoch finde ich die Aktion der Regierung des Staates gut und erinnert ein bisschen an die Forderung der PIRATEN nach einem Fahrscheinlosen ÖPNV. Die kostenlosen Busse fahren in Sydney als Linie 555 und drehen ihre Runden in beide Richtungen zwischen Circular Quay, Elizabeth Street, Central und George Street.

Kommt ein Bus und wenn wo muss ich aussteigen?

Per App oder Timetable an der Haltestelle kann man eigentlich schnell erfahren wann und ob ein nächster Bus kommt. Jedoch hat das oft wohl nichts mit der Realität und wir als in Punkto Pünktlichkeit verwöhnten Deutschen könnten schon manchmal ins Grübeln geraten wenn es da nicht die technischen Helferlein gäbe.

Jede Bushaltestelle hat eine Nummer und man kann sich per SMS die nächsten Abfahrten schicken lassen. Dabei gibt auch mal 5 Minuten Differenz zur tatsächlichen Abfahrt aber das System soll immer noch besser als die Fahrpläne sein.

Weiterer Höhepunkt unserer Beobachtung war das es keine Anzeige der nächsten Haltestelle gibt. Vor allem für uns Stadt-fremde war es unmöglich bei unserer ersten Fahrt zu wissen wo wir aussteigen müssen. Aber auch das hat sich geklärt, denn auch dafür gibt es eine App. Von der Transportgesellschaft kann man sich Karten laden um auf Google Maps per GPS seinen Standpunkt anzeigen zu lassen und damit zu erfahren wann man aussteigen muss. Eine für uns ungewöhnliche Lösung die jedoch auch von vielen genutzt wird. Natürlich kann man auch den Fahrer beim Einsteigen bitten einen über den Halt zu informieren, diese tun das gern und sind es durch die vielen Touristen gewöhnt. Nur bitte darauf achten den Fahrer nur beim Stehen des Busses anzusprechen.

Zwielichtiges Jobangebot

Zwielichtiges Jobangebot

Auf der Suche nach einer geeigneten Stelle suchte ich in verschiedenen Portalen, unter anderem auf http://www.gumtree.com.au. Auch wenn es wohl eher so etwas wie Online-Kleinanzeigen ist, für den Anfang muss es ja nicht schlecht sein.

Die Stellenbeschreibung klang auch recht passend, nicht besonders Anspruchsvoll und zugegeben nicht sehr viele Informationen zu der Stelle und gar keine zur Firma. Ist aber öfter so üblich und ich habe mir erstmal nichts weiter gedacht.

Urgent!
We are looking for Assistant to the Senior Administrator.
To be successful in this position you will be required to possess the following skills and attributes:

-Fair computer skills
-Good work ethic
-Strong customer service skills
-Willing to learn

Fabulous entry level opportunity in the Recruitment Industry
You can have work / life balance in recruitment!
Earn, Learn and grow your skills in a friendly team.
Our company, is looking forward to your resume to e-mail. Thank you all for your attention.
###@yahoo.com

Gut, bei der Yahoo-Adresse (kein Firmenname) habe ich mich dann schon gewundert aber mein CV abgeschickt.

Ich hatte mit keiner Antwort, einer Absage oder eventuell eine Einladung zum Bewerbungsgespräch gerechnet.. Bekommen habe ich dann 3 Tage später eine E-Mail mit einem Bewerberformular (ganz furchtbares Worddokument) das ich ausgefüllt wieder einscannen und zuschicken sollte, dann könnte ich anfangen…

Zusätzlich wurde dann doch mal genauer beschrieben was meine Aufgabe sein sollte:

- Must process the payments from transactions with clients, using the own bank account. 
-Working time - from 9 am to 12 am Part-time; 
- we offer $1,600 (AUD) a month as a  guaranteed base salary, plus 3% for each completed payment processing operation. 
- […]

Da ich nicht vor habe wegen Geldwäsche etc. im Knast zu landen habe ich dankend abgelehnt. Mal sehen was ich noch so für Jobangebote finde ^^

Ho Chi Minh City und auf nach Sydney

Cockle Bay, Sydney (Artikelbild)

Der zweite Flug dauerte nur 2 Stunden, diesmal funktionierte das Entertainment-System nicht, machte aber nichts, da wir nun endlich ein bisschen Schlafen konnten.
In Ho Chi Minh angekommen, wirkte alles schon Mal wesentlich moderner, westlicher und sauberer als in Hanoi. Dort gab es wieder Sicherheitskontrollen (mind. 2). Dann gab es noch ein paar Missverständnisse mit dem Terminal des letzten Fluges. Auf unserem Ticket wurde per Hand Terminal 1 vermerkt, bei Beginn vom Boarding stand jedoch auf den viel vorhandenen Bildschirmen ein anderes, dem wir vertrauten und uns in die Sicherheitskontrolle für dieses Gate anstellten. Der Mitarbeiter dort schickte uns jedoch nach einem Blick auf das Ticket wieder zu Gate 1, dann zeigten wir ihm die Anzeigetafel, er rief jemanden und sagte die Anzeige sei falsch, wir sollten zu Gate 1. Gesagt getan.

Da es immer noch zu unglaublich heiß war, besorgte ich mir bei der nächsten Wartezeit ein Eis im Terminalwartebereich. Nachdem die Passagiere für den Flug nach Sydney aufgerufen wurden, hieß es dann plötzlich doch, das wir zum Terminal gehen sollten, welches auf den Tafeln gestanden hatte.
Und der nächste fast 10-stündige Flug stand bevor. Es gab wieder reichlich zu essen und Film und Spiele (man konnte auch zusammenspielen) funktionierten. \o/

Endlich in Sydney gelandet, waren wir etwas verwundert, dass niemand unser Visum oder den Kontoauszug über die 5.000 AUD sehen wollte. Nur unser Reisepass wurde gescannt und unser Gepäck wurde von einem Beagle beschnüffelt.
SYDNEY \o/

Ziemlich am Ende nach fast 36 Stunden Reise mussten wir nun nur noch unser Hostel finden. Wir beschlossen zu sparen und kein Taxi zu nehmen (auch weil der Flughafen doch recht außerhalb von Sydney liegt) und lasen in einem Reiseführer, dass man den Airport Link (Art Zug / U-Bahn) in die Stadt nehmen sollte. Das war dann auch der erste Preisschock den wir in Sydney erlebten. ^^
Pro Person kostet diese Fahrt für knapp 5 Stationen zur Innenstadt 17 AUD (13,50 €). An der Haltestelle angekommen die nächste Ernüchterung, keine Fahrstühle oder Rolltreppen, also mit Rucksäcken die 22 kg Koffer 3 Stockwerke an die Oberfläche hieven. Im Hostel angekommen waren wir von unserem Zimmer auch eher negativ beeindruckt, machte in dem Moment aber nicht viel aus – wir wollten nur schlafen.

Das mit dem Jetlag überwinden schafften wir auch in der folgenden Woche irgendwie nicht so richtig … konnten nie vor 4 oder 5 Uhr morgens einschlafen und wachten dann gegen späten Nachmittag wieder auf *hust*. Die laute Klimaanlage und Party feiernden Backpacker im Haus taten jedoch auch ihren Anteil.

Hanoi und Pantomime mit dem Taxifahrer

Eis essen in Hanoi (Artikelbild)

Bei der Ankunft am ersten Zwischenstopp, in Hanoi (Vietnam),  wurden unsere Erwartungen nicht gerade erfüllt.
Zum einen waren wir bei der Ankunft bereits seit knapp 15 h unterwegs, zum anderen machten sich die engen Flugzeugsitze für das versuchte schlafen nicht besonders gut. Folglich war es nach Heimatuhrzeit bereits nach Mitternacht, in Hanoi jedoch gerade 5°° Morgens und bereits knapp 30°C, die jedoch durch die hohe Luftfeuchtigkeit deutlich unangenehmer wirkten.
Zuerst mussten wir feststellen, dass unser Gepäck auf dem Gepäckband stand und nicht wie es in Frankfurt hieß, direkt zum nächsten Flieger gebracht worden war. Eine nette Dame von Vietnam Airlines zeigte und dann eine Ecke, in der wir das Gepäck stellen sollten. Mit etwas Bedenken stellten wir es ab und folgten ihr, wie uns geraten. Im oberen Stockwerk angekommen, brachte sie uns zu einem Schalter an dem wir nach kurzer Wartezeit unsere Boardkarten  für die Weiterreise bekamen.

Da unser nächster Flug nach Ho Chi Minh City erst 10 Stunden später starten sollte, wollten wir die Zeit nutzen und in die Stadt fahren.
Im Reisewiki hatten wir gelesen, dass eine Taxifahrt in die Stadt hin&zurück knapp 30 $ kosten sollte. Dafür hatten wir uns in FFM 50 $ (US) getauscht. Wie geraten suchten wir uns ein Taxi der Firma „Mailinh“ und stiegen ein. Der Fahrer fuhr auch sogleich los, weg vom Flughafen. Nun wollten wir in die Innenstadt von Hanoi, das zu erklären war wesentlich schwieriger als befürchtet. Der Taxifahrer verstand anscheinend mehr so gar kein Englisch und fuhr immer schön weiter. Selbst „City“, „Ho Chi Minh Stadt“, „Restaurant“, „Shopping“ etc. ließen eher Fragezeichen aufkommen. Nach einiger Zeit nahm er sein Handy, rief jemanden an, sprach kurz mit ihm und gab es uns nach hinten. Leider sprach die Dame am anderen Ende auch nicht viel mehr Englisch.

Wir zeigten ihm mit Handbewegungen etwas zu essen.. daraufhin fuhr er von der Autobahn ab und hielt direkt daneben an ein paar „Imbissständen“ an. Es regnete immer noch in Strömen, und da er unser Geld noch nicht wollte und anscheinend auf uns warten wollte stiegen wir aus und gingen zu einem der Stände. Ein paar Menschen saßen dort und aßen. Eine Frau verkaufte Suppe, die direkt in eine Einkaufstüte geschüttet wurde. Direkt neben an war anscheinend gerade geschlachtet worden, zumindest lagen Berge von rohem Fleisch gestapelt auf einem Tisch. Diese Eindrücke ließen unseren Appetit verschwinden und so standen wir noch ein bisschen im Regen vor diesen Ständen, bis der Taxifahrer plötzlich herauskam. Er schien uns erklären zu wollen, wo wir uns hinsetzen könnten, und das es, was zu essen gebe.. wir erklärten ihn zurück ins Taxi zu wollen und das er uns bitte zurück zum Flughafen bringen solle. Gesagt getan. Durch die Fahrt hat man zumindest auch etwas von der Stadt gesehen. Vor allem die verschiedenen Gebäude, Mopedfahrer, die im strömenden Regen zu zweit über die Autobahn rasen, große Bürotower von bekannten Konzernen.

Zurück im Flughafen hatten wir nun immer noch über 5 Stunden Zeit bis zum nächsten Abflug, die wir auf den sehr ungemütlichen Sitzbänken in wuseliger Umgebung verbrachten.